USA: Großrazzia "Operation heimtückische Kredite"

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20. Juni 2008
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Redaktion RISIKO MANAGER

In einem Ermittlungsverfahren zu Betrugsdelikten im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise haben die US-Behörden 60 Verdächtige festgenommen. Bei den Fällen von Hypothekenbetrug wurden Anleger um rund 1 Mrd. USD geprellt.

KÖLN, 20.6.2008. In einem großangelegten Ermittlungsverfahren zu Betrugsdelikten im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise haben die US-Behörden 60 Verdächtige festgenommen. Nach Angaben des US-Justizministeriums und des FBI wurden insgesamt 406 Verdächtige angeklagt. Darunter befänden sich auch zwei frühere Fondsmanager der Großbank Bear Stearns, die wegen der Finanzmarktkrise kurz vor dem Kollaps stand. Bei den "Operation heimtückische Kredite" getauften Ermittlungen wurden im ganzen Land Fälle von Hypothekenbetrug untersucht, bei denen Anleger insgesamt um 1 Mrd. USD geprellt worden sein sollen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) befürchtet weltweite Schäden von rund 1 Bill. USD durch die Hypothekenkrise, die durch den Handel mit schlecht gesicherten US-Immobilienkrediten ausgelöst worden war.<//font>